Über uns
Das reizende Café mitten in der Fußgängerzone der Kurstadt Bad Bergzabern lockt mit kreativen Schöpfungen, die edle Zutaten auf ganz neue Art genießen lassen – in Patissier- und Konditoreiprodukten, im Eis oder in Pralinés. Konditormeister Gerhard Herzog und seine Frau Ruth lieben das Experimentieren. Er mit immer wieder neuen Entwürfen und Kombinationen, sie mit der attraktiven Gestaltung der Geschenkverpackungen und Dekoration des Geschäftes. Die beiden führen das Geschäft in zweiter Generation seit mehr als einem Vierteljahrhundert, aber die Produktideen sprudeln wie am Anfang, und jedes Jahr kommt mindestens eine neue Spezialität ins Sortiment.
Die Verwendung naturbelassener, qualitativ hochwertiger Zutaten in Kombination mit vielfältigen Schöpfungen hat sich nicht nur bei Leckermäulchen in der Pfalz herumgesprochen. Bei Staatsempfängen, Prominenten- und touristischen Veranstaltungen sind Herzogs Edel-Naschereien genauso gern gesehen wie bei Privatleuten rund um die Welt. Im Café können mehrere delikate Kuchen- und Tortensorten geschlemmt werden, aber die Pralinen- und Eisfertigung ist das Steckenpferd des Meisters. Man merkt dem quirligen Mann an, daß er in seinem Beruf Erfüllung findet, wenn er von den Testreihen spricht, die nötig sind, bis ein neues Schmankerl so fein abgestimmt ist, daß es präsentiert werden kann. Geduldig erklärt er, wie die Aromen am besten erhalten bleiben und wie die zunächst überraschend wirkende Kombination eines Glases Wein, begleitet von Zartbitter-Schokolade, langsam ertastet werden muß, um alle Aromen wirken zu lassen.
Seine enge Verbundenheit zur Region drückt Herzog gern aus. So nimmt seine inzwischen zum persönlichen Wahrzeichen avancierte Bad Bergzaberner Kurschnecke Bezug auf die hiesige, häufige Weinbergschnecke. Das Tierchen aus einer Schokoladenkugel, gefüllt mit Schnäpsen und Likören sowie mit Marzipan ergänzt, ist alles andere als ein lahme Schnecke, vielmehr ein Muntermacher für die Zunge. Das rheinland-pfälzische Wappen ziert die köstlichen Mandelpralinen und die Karolinenpraline, mit Blutorange sowie Pomeranze ist ein interessante Frucht-Schoko-Variante.
Die allgegenwärtigen Reben luden förmlich dazu ein, die Traubensäfte auch in der Confiserie zu verarbeiten. Dies geschieht seit 1980, und die Trüffel, genannt Weinperlen, sind inzwischen weltbekannt. Im Rahmen der Jung-Konditoren-Weltmeisterschaft in Japan, mit 14 Nationen, lobte auch der japanische Kronprinz die herzöglichen Pralinenspezialitäten. Doch zurück zu den Weinperlen: Sie sind aus weißer, heller oder dunkler Schokolade und gefüllt mit Weiß- oder Rotweinen, wobei das Bukett sich trotz Umhüllung noch voll entfalten kann.
Wunderbar sind auch die ganzjährig angebotenen Eissorten. Langsam und mit Konzentration gelöffelt, erschließt sich der Geschmack von Feigen, Rosen oder Mandelblüten. Fruchtig und aromatisch sind die Bällchen mit Huxelrebe oder Dornfelder, und der intensive Weingeschmack ist noch eine Spur reichhaltiger mit hauchdünnen Schokoblättern, die dazu im Mund geschmolzen werden. Das Weinperleneis sollten Sie unbedingt probieren, vielleicht auch als Beilage zum Salat. Klingt überraschend, ist aber Superverbindung.
Übrigens, wie wäre es mit der Verführung Pfeffer/Noisette? Vorzüglich schmeckt sie in Spätburgunder-Begleitung. Ein trockener Gewürztraminer Kabinett oder ein Muskateller sowie Chardonnay munden noch besser mit einem Schokohäppchen, sprich Gewürztrüffel aus weißer Schokolade mit Chili. Wer noch wagemutiger ist, kann jetzt Weinessigaperitif mit Kräutertorte und Kräuterpraline sowie -eis kosten und wird es sicher nicht bereuen. Als Freund und Genießeer süßer Überraschungen ist man hier immer am richtigen Ort.
Spezielle Schaustücke für Feste oder Jubiläen werden auf Vorbestellung gern gefertigt. Wollen Sie jedoch das Weinvergnügen noch etwas ausweiten, sind Sie in der Confiserie Herzog zum Seminar willkommen, das Wein- und Pralinenverkostung in einem bietet. Sie begeistert die Schlemmer und ist als Geschenk für liebe Menschen eine klasse Idee.
Text © Magdalena Ringeling, 2005